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| Hamburg, den 14. März 2004 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Jahresbericht der Freiwilligen Feuerwehr Hamburg-Poppenbüttel: | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Was, wer, wann und wie - alles Wichtige aus 2003 der Feuerwehr | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Es gibt einige Dinge, die sind Tradition. Ob gut oder schlecht - das möge jeder selber entscheiden. Dieses Jahr erscheint der Jahresbericht in einer etwas neuen Form. Dies jedoch nur, wenn Sie sich die Datei als pdf-Dokument herunterladen und anschauen: Viel ändert sich noch nicht, mühsam und in kleinen Schritten gilt es etwas zu verändern: Doch auch für das Jahr 2004 gilt: Beim Rückblick lassen wir zuerst die Zahlen sprechen! Danach geht es zwar nicht um die Wurst, wohl aber um die Arbeit, die Leistung und das Geschaffte der Feuerwehr im schönsten Stadtteil Hamburgs: Poppenbüttel. "Was die FF Poppenbüttel im Jahre 2003 bewegte? Hier kompakt für alle Interessierten!" Vorab die "nackten" Zahlen der FF Poppenbüttel für das Jahr 2003:
Soweit die kalten Zahlen. Nun wird es wieder interessanter... Besondere Einsätze im Jahre 2003 (chronologisch von Januar an): Der erste Einsatz im neuen Jahr: Neujahr. Für die Poppenbütteler ist dieser Tag in den vergangenen Jahren sehr ruhig gewesen, Zeit genug, um mit Familie oder Freunden das neue Jahr zu begrüßen. So passte auch der Übergang in das Jahr 2003: Er war sehr unspektakulär. Ein einziger Papiercontainer brannte im Einsatzgebiet der Poppenbütteler Feuerwehrleute. An der schon durch Einsätze bekannten Stelle, Rehmbrook / Redderkoppel, brannten Altpapier- und Reststoff-Container. Das Kleinfeuer wurde schnell gelöscht. Danach ging es wieder nach Hause - und für die meisten vermutlich ins Bett, der Alarm nämlich, per Meldung auf den digitalen Meldeempfänger erreichte die Kameraden um 2.33 Uhr in der Früh. Der zweite Einsatz des Jahres 2003 war da schon mehr als nur eine Meldung wert: Am 17. Januar, lautete der Alarmierungstext der Einsatzzentrale: "junger Hund auf Eisscholle - Anrufer wartet". Zwar konnte der Einsatzort nicht sofort gefunden werden, da er sehr versteckt im Alstertal lag, doch dann: Tatsächlich war ein junger aber recht großer Hund auf einer großen Eisfläche. Das Tier stand schon fast im Morast. Eigentlich - so hätte es funktionieren können, könnte der Vierbeiner einfach loslaufen und springen. Doch der "gefleckte Freund" war zögerlich und verängstigt. Alle Rufe von Frauchen und den Feuerwehrleuten brachten keinen Erfolg. Erst die bestimmte Ansage des Gruppenführers: "Einer muss rein und das Tier holen. Anders wird das nichts!" Recht hatte er. Florian Büh zog die Wathose an und stieg in den Tümpel. An Ästen hangelnd, arbeitete sich der 22-Jährige voran. Als er den Hund hatte, war dem das "Happy end" dann wohl doch zu früh. Der Vierbeiner stockte und wehrte sich gegen die Rettungsversuche seines zweibeinigen Helfers. Doch, der Mensch gewann! Das Tier konnte der glücklichen Besitzerin übergeben werden - sie bedankte sich später sogar noch einmal persönlich, indem sie an der Wache im Rehmbrook erschien. Wie immer ein Thema, so auch im vergangenen Jahr: Das Hospital zum heiligen Geist. Im Jahre 2003 verbinden viele Kameraden weitaus mehr als Feuer-Einsätze mit dem Gelände (dazu mehr unter "Veranstaltungen"). Zwei Stichwörter gehören genauso zusammen, wie Feuerwehr und Poppenbüttel: "FEUBMA3" und "Hinsbleek". Die Erklärung: "FEUBMA3" bedeutet: Feuermelder-Aufgebot-Drei. Also, großes Aufgebot! Neben dem Führungsdienst (B-Dienst) und zwei Züge BF rückt auch eine Freiwillige Wehr aus. Dies hat seinen Grund: Das Hospital beheimatet viele Menschen. Sollte hier wirklich etwas brennen (wie vor einigen Jahren), so werden schnell viele Helfer benötigt. Einen "FEUBMA3" gab es auch am 18. Januar. Hier war die Auslösung der Melderanlage aber nur ein Fehlalarm. Gleich zwei Unfugmeldungen raubten im Januar die Nerven der Feuerwehrleute: Aus dem Feierabend oder der Mittagspause hochgeschreckt, mussten die Retter unnütz mit Sonderrechten ausrücken. Am 24. Januar in die Harksheider Straße / Ulzburger Straße. Hier sollte ein Müllcontainer brennen, so die Meldung eines anonymen Anrufers aus einer Telefonzelle. Nur wenige Tage später, am 27. Januar war die Meldung noch dreister: "Person will von Dach springen". Zum Glück wollte sich niemand das Leben nehmen. Aber vielleicht wurden die "Scherzanrufer" von der Polizei ertappt. Gut so, denn der Notruf ist kein Spielzeug! Ein solcher Anruf kann teuer werden und er blockiert richtige Anrufer. Ebenfalls im Januar - es scheint als würde sich wettertechnisch doch viel wiederholen, gab es einen Einsatz der besonderen Güte: In Klein Borstel, genauer an der Wellingsbütteler Landstraße, liegt ein Pflegeheim. Das schöne Haus liegt an einem ziemlich steilen Hang, der runter zur Alster führt. Aus dem Pflegeheim werden Menschen oft von sogenannten "KTW", also Krankentransportwagen, von einem Ort zum anderen gefahren. Was aber tun, wenn Schnee liegt? Kein Problem! Rückwärts runter den Berg. Vorwärts wieder hoch ... oder auch nicht! So geschehen am 30. Januar. Hier steckte nämlich ein KTW im Schnee fest. Das Fahrzeug kam den Berg nicht mehr hoch. Doch mit der Hilfe des Rüstwagen Poppenbüttel ("RW1") war dies kein Problem! Seilwinde festgemacht und los geht es. Es klappte tatsächlich: Die Helfer der Hilfsorganisation bedankten sich und fuhren endlich los. Am 26. Februar schreckten die Feuerwehrleute der Berufsfeuerwehr (BF) Sasel und der FF Poppenbüttel aus ihren Träumen: Um 1.58 Uhr schrillte der Alarm, ob aus den Lautsprechern im Ruheraum oder mittels digitalem Meldeempfänger. Im Müssenredder brannte eine Wohnung komplett aus. Der Bewohner konnte gerettet werden. Seine umfangreiche Medien-Sammlung jedoch nicht. Um die letzten Glutnester zu finden, mussten Videos und andere Kleinmaterialien aus dem Fenster der Obergeschoss-Wohnung geworfen und unten abgelöscht werden. Der Bewohner wurde mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus befördert. Die FF hatte den kompletten hinteren Bereich als Angriffsort gegen das Feuer für sich. Zehn Freiwillige halfen bei den Löscharbeiten. Einsatzort: Vor allem über Leitern ging es in die Wohnung. Dort und unter dem Balkon wurde gelöscht. Mitten in der Nacht krachte es auf der Alten Landstraße, an der Einmündung Grevenau. Zwei Pkw waren am 11. März, nach 2 Uhr zusammengestoßen. Die Meldung: "Mindestens eine Person im Fahrzeug eingeklemmt - Meldung von der Polizei". Die FF Poppenbüttel unterstützte die Kollegen der BF Sasel und Alsterdorf. Der Führungsdienst "B-Dienst" war vor Ort und zwei Rettungswagen sowie ein Notarzt. Die Kameraden der FF Poppenbüttel halfen bei den Rettungs- und Aufräumungsarbeiten. Der Rüstwagen blieb später noch einmal zur Bergung der Fahrzeuge vor Ort. Die Personen wurden alle gerettet und in Krankenhäuser befördert. Ein gerettetes Tier war das größte Lob für die Kameraden am 5. April. Ein Haubentaucher hatte eine Angelschnur verschluckt, konnte sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien. Zwar lautete die erste Meldung: "Auf Schleusenteich, Ente mit Angelhaken im Schnabel" und zudem war der Einsatzort als Poppenbüttler Schleuse von der Einsatzzentrale deklariert. Doch die Kameraden fanden das Tier an der Mellingburger Schleuse. Dem Tier konnte geholfen werden, es wurde befreit. Das ist doch der schönste Dank für die Hilfe! Die Tierliebe der ehrenamtlichen Feuerwehrleute aus Hamburg-Poppenbüttel war dann am 18. Mai erneut gefragt: Am Wohnpark Karl-Lippert-Stieg war eine Katze auf ein Dach gesprungen. Nun wusste das verängstigte Tier nicht mehr wohin. Schneller Rat und gute Tat dann von den Kameraden: Per Handschuh, Körbchen und viel Geduld klappte die Fangaktion. Wenn auch nicht ohne Aderlass und mit süßlichem Geruch: Die Katze wehrte sich ihrer Rettung nämlich mit scharfen Krallen und einer ausgedehnten Morgentoilette auf die Schutzkleidung der Helfer - die Reinigung freute sich über einen Auftrag! Eine weitere Katze wurde am 6. Juni übrigens am Saselbergweg / Alsterredder gerettet... Doch das war noch lange nicht die letzte in diesem Jahr! Gleich zwei Mal ging es am Zweiten des "Sonnenmonats", also am 2. Juli in den Müssenredder. Die Gründe: Um 11.30 Uhr, Feueralarm. Zum Glück brannte nur "Essen im Topf" und die Helfer rückten schnell wieder ein. Am Abend, kurz nach 19 Uhr, dann der zweite Alarm: Nur wenige Meter von der "Feuerstelle" entfernt lag nun ein großer Baum. Quer über die Straße. Für die Autofahrer der Horror: Nichts ging mehr! Per Motorsäge wurde wieder "klar Schiff gemacht". So konnte auch der Bus wieder ungehindert fahren. Am 17. Juli war dann ein alter Musik-Hit aktuell: "Hurra, hurra, die Schule brennt!": An der Harksheider Straße brannte ein Flachdachpavillon des Heinrich-Heine-Gymnasiums. Unbekannte hatten einen Anschlag mit Brandbeschleuniger in einer Toilette gezündet. Täter und Motiv für die Feuerwehr unbekannt. Große Verwirrung am 26. Juli. In der Wesselstraat wurde ein Feuer gemeldet. Auf der Anfahrt wurde von der Einsatzzentrale dann auf "FEUY", also Feuer, Menschenleben in Gefahr, erhöht. Schweißperlen! Doch dann, kurze Zeit später die Entwarnung vom Zugführer der Berufsfeuerwehr Sasel: Nur gelöschtes Kleinfeuer... Puh, alles wird gut! Nun sind wir auch schon wieder beim Hospital zum Heiligen Geist: Der August war einsatzreich und steckte noch Tage in den müden Knochen, am 19. und 21. August gab es zwei Fehlalarme. Die Uhrzeiten sagen alles: Beide kurz nach vier Uhr - in der Früh! Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am 2. September in Höhe der Müllberge an der Harksheider Straße. An der Landesgrenze zu Norderstedt war ein Pkw gegen einen Laternenmast gefahren. Glücklicherweise war die Berufsfeuerwehr schnell vor Ort, der Fahrerin wurde geholfen. Per Rettungswagen wurde die Frau ins Krankenhaus gebracht. Nur einen Tag später, am 3. September, führte erneut ein Einsatz zu den Müllbergen. In dem dortigen See hatten Polizisten einen PKW entdeckt. Mit Blaulicht und Martinshorn - sowie Boot hintendran, rückte der Rüstwagen als erstes aus. Auf der Harksheider Straße dann der Schock: "Vor uns fuhr das Löschfahrzeug von der BF. Ohne Sonderrechte", so ein Retter der FF. Nachfrage per Funk in der Einsatzzentrale, okay: Dieser Einsatz mit dem Stichwort "NIL", "also nicht in Liste" sollte ohne Sonderrechte begangen werden. Vor Ort angekommen, änderte sich dies aber schlagartig. Die Polizisten berichteten plötzlich von aufsteigenden Luftblasen - eine Person hätte noch in dem Fahrzeug sein können. Im Schlauchboot ging es für zwei Kameraden auf den See. Die beiden unterstützten später einen Kollegen der BF, der sich tauchender Weise dem Fahrzeug näherte. Er gab Entwarnung: Kein Mensch im Fahrgastraum. Daraufhin wurde der Pkw aus dem See geborgen - dazu noch eine Menge persönlicher Papiere, die auf dem See inzwischen schwammen. Bei diesem Einsatz kam die Idee und der Wunsch nach gemeinsamen Übungen. Vielleicht ja im Jahre 2004. Das wäre bestimmt lehrreich und gut! Auch im September gab es unverbesserliche Menschen, die den Notruf missbrauchten: Zwei Mal führte der Weg in die Harksheider Straße. Einmal sollte eine "Baracke brennen", so der Anrufer (5. September), ein weiteres Mal ein Ascheimer (12. September). Beide Male rückten Feuerwehrleute aus, ohne es eigentlich zu müssen. Fazit: "Obernervig!" Dass es mehr als Fehlalarme im Hinsbleek gibt, machte am 19. September ein Feuer erneut und erstaunlich deutlich. Gegen 14.30 Uhr piepten die Funkmelder der Kameraden und auch die Berufsfeuerwehrleute aus Sasel, Alsterdorf und Barmbek wurden zum Hospital zum Heiligen Geist gerufen. Zwar war die Alarmierung auch "nur" ein Melder. Doch schnell war klar: Hier brennt es wirklich im Traforaum. Zwei FF-Kameraden standen unter schwerem Atemschutz, sogenanntem PA, in Bereitstellung. Das Feuer konnte rasch gelöscht werden. Hier wurde einmal mehr klar: Ein Melder kann ein richtiges Feuer sein! Eine Rentnerin musste mit einer Rauchgasvergiftung am 26. September ins Krankenhaus eingeliefert werden. Zwar hatte sich in der Küche der Frau am Heegbarg "nur" Essen entzündet und die Flammen waren schnell gelöscht. Doch die Frau war zu lange im giftigen Rauch. Die Berufsfeuerwehr Sasel und weitere Züge waren neben der FF Poppenbüttel und Kameraden der FF Wellingsbüttel zu diesem Feuer, "Menschenleben in Gefahr" alarmiert. Während der Hilfe für die Henneberg-Bühne am 7. Dezember (dazu mehr unter "Veranstaltungen"), musste der eingesetzte Rüstwagen plötzlich abrücken. Der Grund, ein Einsatz der Feuereinsatzzentrale! Am Alsterwanderweg war nämlich ein Baum umgestürzt und lag quer über dem Weg. Per Motorsäge wurde von den Kameraden Abhilfe geschaffen - danach ging der geplante Einsatz für das Weihnachtsspektakel am Hospital weiter. Der einzige Einsatz, bei dem Wasser eine Rolle spielte, ohne, dass es für Löscharbeiten genutzt wurde: An der Harksheider Straße war am 13. Dezember, durch starke Regenfälle ein großer See entstanden. Genau zwischen Straße und Fußweg staute sich das Wasser. Das feuchte Nass drohte nun in eine etwas tiefergelegene Garage zu laufen. Per Pumpe und guten Ideen konnte dies verhindert werden. Das Wasser wurde abgepumpt und ein Siel gereinigt. Zu viel Laub hatte sich in einer sogenannten Trumme verfangen. Es gab auch noch Einsätze, die durch Sturm bedingt waren. Genau drei Tage vor dem heiligen Fest, regte sich Petrus vermutlich zu doll auf und machte dicke Backen. Heraus kam ein Unwetter mit starken Böen. Der erste Einsatz am 21. Dezember hatte es sogleich in sich: Ein Baum war abgeknickt und auf einem teuren Apartment-Haus gelandet. Die Wohnung im obersten Stockwerk wurde beschädigt, da der Baum auf dem Dach landete. Auch Schornstein und Geländer litten. Schlimm auch für den Nachbarn, auf dessen Grundstück der Baum stand: Ein Kanu wurde Opfer des Stammes. Der Schaden dürfte in die tausende Euro gehen. Hier waren die Helfer mit allen drei Fahrzeugen über anderthalb Stunden beschäftigt. Selbst die Tagesschau fand diesen Einsatz berichtenswert. In der ersten Meldung, kurz nach 20 Uhr, wurde über den Sturm berichtet, die ersten Bilder kamen aus Poppenbüttel. Um 14.30 Uhr, ging es in den Grönkamp. Der Baum, der hier umgefallen war, wurde jedoch zuvor von anderen Kräften zerlegt. Wenig später, im Tegelsbarg, wurde dann den Hummelsbütteler Kameraden geholfen. Gemeinsam musste ein eingerüstetes Mehrfamilienhaus gesichert werden. Die mit einer Folie bespannten Gerüstteile hatten sich gelöst, der Wind fing sich in der Folie und wütete heftig. Einsatzdauer: knapp eine Stunde und 30 Minuten. Dann war die Gefahr beseitigt. Der letzte Einsatz an diesem Tage führte wieder zum Ersten - zumindest in dessen Nähe. Am Durchgang zwischen Alsterwanderweg und Alte Landstraße war ein Baum umgestürzt. Mal wieder dort. Immer wieder wird hier die Hochspannungsoberleitung dadurch beschädigt. Der Baum wurde zersägt, die Stromkabel gesichert und die HEW, also die Hamburgischen Elektricitäts-Werke, abgewartet. Am Heiligabend gab es keinen Einsatz für die Freiwillige Feuerwehr Poppenbüttel. Frohe Weihnachten konnten so nicht nur von den Feuerwehrleuten - auch von den Bürgern des Stadtteiles genossen werden. Wirklich fröhliche Weihnachten 2003! Der erste Weihnachtstag jedoch hatte etwas im Programm für die Feuerwehrleute aus Hamburg-Poppenbüttel. Wer errät es? Es ist klein, flauschig-weich, schnurrt, maunzt und ... es versteckt sich gerne in hohen Bäumen?! Genau ... Es war einmal wieder an der Zeit. In einer Tanne an der Müllerweide hatte sich eine "Muschi" versteckt - auch wenn die Suche etwas mühselig war, es lohnte sich der Einsatz der Steck- und Schiebeleiter und auch die Hilfe der Handscheinwerfer. Die Katze wurde aus dem Baum geholt - die Besitzer waren, zumal des Datums (25. Dezember), sichtlich erleichtert: Da schmeckte der Braten weiter! Das Jahr 2003 neigte sich deutlich dem Ende zu - traditionell die Zeit für brennende Müllcontainer. Doch in dem Jahr zu deutlich! Fünf Einsätze, vom 29. Dezember bis zum Jahreswechsel, mussten abgearbeitet werden. Die Einsatznummern 102 und 103 gehörten dann der Silvesternacht: Beide Einsätze waren an der Straßenecke Langenhorner Straße-Ost / Bültenkoppel. Wer nun an einen intern oft "Reklamationsfahrt" genannten Einsatz glaubt, der ... irrt! Erst brannte ein Altpapiercontainer, dann zwei andere. Dass die Kameraden extra zwei andere vorher bewässert hatten, störte niemanden. Damit war das Jahr 2003 einsatztechnisch beendet! Zusammenfassung: Zwar wurden im direkten Vergleich im Jahr 2003 weniger Einsätze gefahren als im Jahr zuvor. Doch deutlich wird: Die Lage geht weg von den klassischen Müllcontainern und Meldern hin zu Einsätzen, die besonders "Spaß" bringen, wie der Tierrettung. So kann der Wille eines jeden, Lebewesen zu helfen, gut gedient werden. Natürlich gibt die obige Liste nicht alle Einsätze wieder - lediglich ein kleiner Teil des geleisteten Aufgabengebietes kann dargestellt werden. Spannend: Wie auch 2002, liegt die durchschnittliche Einsatzdauer unter zwanzig Minuten (2003 bei etwa 15 Minuten, 2002 etwa 13 Minuten). Sehr angenehm war die Zusammenarbeit mit den Kollegen der Berufsfeuerwehr. Besonders der Einsatz auf und im See an den Müllbergen hat gezeigt: Hier kann sich jeder auf den anderen gut verlassen! Im Durchschnitt sind neun Kameraden bei einem Einsatz in 2003 anwesend gewesen. Natürlich bleiben viele Helfer zu Hause, wenn nur wenige Sekunden nach dem Alarm eines Feuermelders, der "Abspann" ausgerufen wird und die Wehr nicht auszurücken braucht. Daher ist die Zahl wenig repräsentativ. Sie zeigt aber: Die FF ist schnell und schlagkräftig! An der Spitze der Anwesenheit bei Einsätzen steht in 2003 der Kamerad Nils Moser. Er war bei 67 Einsätzen von den 103 dabei. An Position zwei steht Florian Büh (64 mitgefahrene Einsätze) - Bronze und damit den dritten Platz ergatterte Heiko Ehrlich - einer der Jüngsten! Das Alter dieser Kameraden führt auch gleich zu positiven und leider auch weniger schönen Meldungen. Denn so viele Vorstellungen und Neuaufnahmen, aber auch Übertritte und Austritte, wie in 2003 gab es wohl lange nicht: Mit Andy Lehmann und Sven Petersen sind zwei Kameraden erfolgreich aus der Jugendfeuerwehr nun in die aktive Wehr übernommen worden. Auch Marcel Münch und Tobias Drägert sind neue Namen in der FF Poppenbüttel. Sie haben sich erfolgreich 2003 der Wehr vorgestellt. Für sie alle, steht nun die Grundausbildung im Jahr 2004 an. Alle aktiven Kameraden wünschen den "Frischlingen" dabei viel Glück und Erfolg! Kurzzeitig hatte die FF Poppenbüttel auch eine neue Frau an Bord: Ulrike Meyer. Doch leider zog "Uli" kurz nach ihrer Aufnahme nach Hamburg-Winterhude um und trat in die dortige Wehr ein. Auch zwei andere "alte Hasen" zogen um und suchen nun die Herausforderung in anderen Wehren: Thomas Berlin zog es nach Wellingsbüttel und den bisherigen Jugendfeuerwehrwart Marcus Moser verschlug es nach Bramfeld. Bis zum Ende 2003 leitete nun Rolf Lehman die JF kommissarisch, Stellvertreter blieb Ronald Jensen. Aus der aktiven Wehr verabschiedeten sich auch noch Tomàs de Abaitua, André Bebeniß, Daniel Habig (nie ward er wieder gesehen), Thorsten Lubda, Joscha Sliwinski (er kam zwar aus Amerika zurück - doch nicht zur Feuerwehr) und Helmut Spindler. Da die Gründe hier zu vielfältig und oft auch persönlich sind: no comment! So ist Platz in der Wehr für neue Gesichter. Die Helfer, die vor ein oder zwei Jahren noch die "Greenhorns" waren, sind nun schon alte Hasen und sind gerne dabei! Veranstaltungen und Aktivitäten des Jahres: Gerade für die Erhöhung des Bekanntheitsgrades in der Bevölkerung sind Aktivitäten der Feuerwehr sehr wichtig. Daher sind einige Aktionen auch in 2003 wieder abgelaufen. Natürlich fand auch in 2003 jeden ersten und dritten Freitag im Monat der "normale" Dienst statt. Noch dazu, am 19. Februar, gab es eine große Übung der FF Poppenbüttel in der gegenüberliegenden Schule am Schulbergredder. Hier gab es einen reellen Feueralarm, die Kinder, samt Rollstuhlfahrern wurden gerettet - eine ungewöhnliche Übung mitten in der Schulzeit. Vom 28. Mai bis 1. Juni war eine Delegation der Wehr in Bad Schlema im Erzgebirge (Sachsen). Hier fand eine internationale Feuerwehr-Sternfahrt statt. 15 Kameraden schauten daher bei bestem Wetter unter anderem einem Oldtimer-Konvoi zu und trafen Kameraden aus vielen Ländern. Auch Wehrführer Jack Ullmann und sein Stellvertreter nahmen an der Ausfahrt teil. Schon vorher im Jahr, genauer bereits am 19. April waren die Kameraden im sehr erfolgreichen Osterfeuer involviert (POPPNEWS 01 / 2003). Die Kameraden hatten wie auch 2002 ein Kinder- und ein Erwachsenenfeuer organisiert. So konnten die Poppenbütteler im eigenen Ort am Osterfeuer es sich gut gehen lassen. Ebenfalls etwas Gutes, gab es am 12. Oktober - und zwar auf die Ohren! Beim 4. Alstertaler Jazz Meeting halfen einige Kameraden wieder in der Kinderwerkstatt. Der Star in diesem Jahr: Ein Wackelauto des Fördervereins der Feuerwehr Hamburg. Mehr dazu in den POPPNEWS 02 /2003! Die Pressestelle hatte dieses Gefährt extra an die Kameraden verliehen. Ebenfalls verliehen wurde am 13. Dezember ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk: Landesbereichsführer Hermann Jonas übergab ein neues (gebrauchtes) Löschfahrzeug an die Kameraden der Wehr. Damit war die Lücke des indes versteigerten zweiten Fahrzeugs geschlossen worden. Weitere Infos zum neuen LF Hansa bei der FF Poppenbüttel sind in den POPPNEWS 03 / 2003 zu finden. Bei der Kinderweihnachtsfeier, die zur üblichen Zeit für alle Kleinen der Feuerwehrleute stattfand, gab es auch wieder eine große Überraschung. Der "Weihnachts-Winni" - pardon, Mann, war auch wieder anwesend! Für die Erwachsenen gab es aber auch etwas zu sehen im Jahre 2003: Bei einer gelungenen Faschingsfeier für die Feuerwehrleute gab es so manch tolles Kostüm - und eine Preisverleihung. Preise, besser Geschenke gab es auch für nachbarschaftliche Hilfe. Einige Kameraden hatten der Henneberg Bühne bei der Ausrichtung ihres Kinder-Weihnachtsmärchens geholfen. Denn, seit längerem schon, gastiert die Bühne bei Aufführungen im Hospital zum Heiligen Geist. Hier sind natürlich die Parkplätze spärlich gesät. Damit die Rettungswege frei blieben und alle Besucher der Senioren einen Parkplatz finden können, waren Feuerwehrleute der FF Poppenbüttel eingesetzt, den Verkehr zu regeln. Als Dank durften die Kinder der Feuerwehrleute sich das diesjährige Weihnachtsmärchen kostenlos ansehen. Tolle Zusammenarbeit! Highlight in 2003 war aber mit Sicherheit die große Jubiläumsfeier zum 125-jährigen Bestehen! Zugleich wurde der Standort gefeiert. Denn am Rehmbrook steht die Wache nun auch schon seit 30 Jahren. Ein Clown samt netter Begleitung, gute Musik und ein Bauchredner, der nicht nur von sich reden machte, gehörten genauso zum Rahmenprogramm wie ein gut bestückter Grill und leckeres Essen von der Schlachterei Rehders. Besonderer Dank auch an die Kameraden der benachbarten FF Sasel. Ein Zelt wurde aufgebaut und die Wehr personell durch Barbedienung verstärkt. Neben zünftiger Musik der FF Hummelsbüttel wurden auch Ansprachen und Vorträge gehalten. Unter anderem vom ehemaligen Wehrführer Thomas Fraatz-Rosenfeld und seiner Frau. Herausragend war vermutlich für alle das Geschenk vom Ehren-Kameraden "Kuddel" Winzentsen. Er überreichte Wehrführer Jack Ullmann ein besonderes Strahlrohr, samt Widmung für die Wehr! Alles in allem: Eine der schönsten - wenn nicht gar die schönste Feier der letzen Jahre oder Jahrzehnte. Großen Dank gab es an den Festausschussleiter Stefan Schünemann für die Ausarbeitung des tollen Festes. Wegen der Jubiläumsfeier gab es 2003 kein Kinder- und Sommerfest. Auch einen Tag der offenen Tür gab es nicht. Und da die Feier so gut war, wurde auch die Weihnachtsfeier der Wehrleute auf Ende 2004 vertagt (dies jedoch schon im Vorwege...). Nicht abgesagt, sondern immer wieder gerne gesehen waren die Schulkinder der gegenüberliegenden Gesamtschule und die "Lütten" des Kindergarten St. Bernard. Die Kinder waren zu Einweisungen und Brandschutzerziehungen in der Wache oder einige Kameraden drückten die Schul- oder Kirchenbank. Die FF Poppenbüttel in Berlin - so die Überschrift zum folgenden Thema: Drei Kameraden waren mit dem Rüstwagen der Freiwilligen Feuerwehr Poppenbüttel im Konvoi nach Berlin dabei. Los ging die gemeinsame Fahrt in die Hauptstadt von der Landesfeuerwehrschule in Billstedt. Kurz vor Berlin wurde der Hamburger Tross dann per Blaulicht von den Kollegen aus Berlin abgeholt. Der Grund für das Ganze: Eine Großübung am Wochenende um den 16. Mai. Alleine die Hamburger Kräfte hatten drei Einsatzübungen: Gasbrand im Haus, Kellerbrand und einem Strahleneinsatz. Hier waren auch Nils Moser und Sven Zwirlein eingesetzt. Ronald Jensen blieb beim Rüstwagen, denn ein Atomtransporter war mit anderen Fahrzeugen kollidiert. Drei Menschen waren verletzt - und verstrahlt. Pech für Nils und Sven: Auch sie hätten strahlen können, da sie die Verletzten versorgt hatten - daher mussten sie warten, bis sie dekontaminiert (also gereinigt) wurden. Zum Glück alles nur eine Übung und daher halb so schlimm. Die Erfahrung, mit anderen Feuerwehrleuten aus ganz Deutschland und Helfern des THW und der Bundeswehr zusammen zu arbeiten, war für die drei Kameraden mit Sicherheit überwältigend. Übrigens: Ende des Jahres hat die Feuerwehr dann noch einmal Geld ausgegeben. Der schon seit langem genutzte Pkw-Anhänger des Disco-Club Ebert`s in Schenefeld, wurde erworben. Der Anhänger kann nun von jedem Kameraden genutzt werden (nach Anmeldung bei Florian Büh). Auch neu: Große Schilder sorgen reichlich Information für unbeliebte Falschparker: Hier wird nun sauber, groß und neu sehr schnell deutlich, wessen Ein- und Ausfahrt am Rehmbrook 4 oft von Pkw versperrt wird. Auch neu: Die Informationsvitrine an der Einfahrt hat nun einen eignen Zugang bekommen. Ein Trampelpfad machte diese Aktion notwendig. Auch eine Niveau-Angleichung wurde vorgenommen. Mit viel Schweiß und Arbeit am Wochenende bis in die Nacht. Rote Fußabdrücke weisen nun allen Interessierten den Weg zur feuerwehrroten Info-Vitrine. Nun fehlt nur noch der Sommer und ein wenig Gras, damit das Kunstwerk komplett erstrahlt. Jugendfeuerwehr Jede Woche treffen sich die Kameraden der Jugendfeuerwehr am Feuerwehrhaus. Von 18 bis 20 Uhr ist der Unterrichtsraum, der Hof, die Remise (also Fahrzeughalle) und nicht zuletzt auch das eine oder andere Löschfahrzeug unter Beschlag der "Shorty´s" . In den zwei Stunden wird Wissen über Feuerwehrtechnik aber auch das soziale Verhalten geschärft. Über das Erlernen von Feuerwehr-Dienstvorschriften, Knoten und Funk hinaus werden donnerstags auch lustige Abende veranstaltet, mit Grill oder Spielen. Gäste der aktiven Wehr sind immer gern gesehen und bringen noch weiteres Wissen in die Gruppe. Mit Hilfe der "Kiddy´s" wurde so auch das Hydrantenbuch der aktiven Wehr in Angriff genommen. Der Stand der dort enthaltenen Informationen ist nicht gerade neu. Daher wurde eine Funkübung ausgearbeitet, bei der es vor allem um das Suchen der Hydranten im Einsatzgebiet ging. Am 18. Dezember wurde das Jahr mit einer Weihnachtsfeier beendet. Vorher jedoch hatten die Jungkameraden schon im Jahr verteilt einiges geleistet. Von der Nachtwanderung im Alstertal über die Teilnahme beim Jazz Meeting. Auch Zelte wurden aufgebaut und damit ein paar Euro für die Kameradschaftskasse dazu verdient. Spannend auch: Die JF-Disko in der Hamburger Innenstadt, die von und für alle Jugendfeuerwehren der Stadt ausgerichtet wird. Der Abschluss für das JF-Jahr war 2003 eine erfolgreiche Sammel-Aktion. Für das Osterfeuer im April sammelten die Jungkameraden Tannenbäume ein. Mehr dazu in den POPPNEWS 04 / 2003. Haben Sie Fragen? Wünsche? Kritik? Anregungen? Melden Sie sich bei... Florian Büh Fachwart Öffentlichkeitsarbeit Freiwillige Feuerwehr und Jugendfeuerwehr Hamburg-Poppenbüttel Mobil: 0170-54 57 112 Fax: 040-611 89 296 FBueh@FF-Poppenbuettel.de http: www.FF-Poppenbuettel.de Post-Adresse: Postfach 65 05 43 | 22365 Hamburg Adresse der Wache: Rehmbrook 4 | 22399 Hamburg Regelmäßig mehr über die FF Hamburg-Poppenbüttel? POPPNEWS abonnieren! | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Abdruck honorarfrei. Belegexemplar dringend erbeten. Fragen? Wünsche? Kritik? Anrufen oder E-Mailen. POPPNEWS - jetzt auch online: www.FF-Poppenbuettel.de | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Florian Büh Fachwart Öffentlichkeitsarbeit Freiwillige Feuerwehr & Jugendfeuerwehr Hamburg-Poppenbüttel | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||