Mittlerweile fast alle 50 Stunden ein Einsatz! |
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Die Zahl und die Struktur der Einsätze hat sich im Laufe der Zeit sehr gewandelt. Während noch in den sechziger Jahren lediglich circa zehn Einsätze pro Jahr zu fahren waren, hat sich deren Zahl auf jetzt 150 bis 200 pro Jahr erhöht. Hier spiegelt sich die grundlegende Veränderung Poppenbüttels wieder: Viele Einsätze rühren von Meldeanlagen in Großobjekten (Einkaufszentrum, Seniorenzentren, Baumärkte etc.) her; durch die Zunahme des Straßenverkehrs haben die Rettungseinsätze zugenommen, und auch aufgrund mutwilliger Brandstiftungen insbesondere von Müllcontainern wird die Wehr vermehrt alarmiert. Viele Einsätze werden von der Wehr als sogenannte Alleineinsätze, also ohne Hinzuziehung der Hamburger Berufsfeuerwehr, gefahren. Im Laufe ihrer Geschichte ist die Wehr zu vielen besonderen Einsätzen alarmiert worden, wobei die spektakulärsten sich außerhalb Poppenbüttels ereignet haben. Zu nennen seien hier insbesondere die Einsätze im Zweiten Weltkrieg, die Stürme und Sturmfluten (insbesondere am 3.1.1976), Überschwemmungsnotstände nach schweren Regenfällen sowie die Waldbrandkatastrophe 1975 in der Lüneburger Heide. Daneben gab es in der näheren Umgebung weitflächige Gras- und Moorbrände, landwirtschaftliche Brände (Heu, Ställe mit Tieren), explodierte Lagerhallen (z.B. die Halle mit den Kulissen der Hamburgischen Staatsoper 1975) u.a.m. In Poppenbüttel selbst sind Fachwerkgebäude (Restaurant Poppenbüttler Schleuse, Langheinkate), aber auch Gasthäuser (Diskothek Sitrone, heutiges Hotel "Poppenbütteler Hof"), Schulgebäude, Einkaufsläden und private Häuser und Wohnungen zu löschen gewesen. An die Poppenbüttler Schleuse ist die Wehr oft zur Personenrettung gerufen worden, ebenso zu schweren Verkehrsunfällen. |
| Winfried Schott |